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Pressemitteilung 13.04.2021

13. April 2021

Beton und Nähmaschinen gegen Fluchtursachen

„Taten statt Worte“ unterstützt trotz Covid-19 aktiv in Sierra Leone / Westafrika

BARMSTEDT. Kamakwie im Norden von Sierra Leone ist etwa so groß wie Barmstedt – anders als im Kreis Pinneberg gibt es dort jedoch weder Strom noch fließend Wasser. Das westafrikanische Land gehört zu den ärmsten der Welt. Der Barmstedter Verein „Taten statt Worte“ unterstützt in der Distrikt-Hauptstadt seit kurzem eine Berufsschule mit etwa 200 Schülerinnen und Schülern, woran auch die Covid-19-Pandemie nichts geändert hat. Gerade sind die Initiatoren des Projekts, Marion von Oppeln und Lars Bessel, von dort zurückgekehrt: „Wir stehen auch in schwierigen Zeiten zu unseren Partnern.“

Und das war dringend nötig: In der vergangenen Regenzeit war die Mauer eines Klassenraumes durch die Wassermassen einfach weggerissen worden. „Die Schule wurde direkt nach dem Bürgerkrieg 2002 erbaut und war dringend renovierungsbedürftig“, so Bessel. Insgesamt 15.000 Euro flossen in die Grundinstandsetzung aller Gebäude, die Hälfte davon stammt aus Barmstedt. „Die korrekte Mittelverwendung über 7.500 Kilometer hinweg sicherzustellen, ist nicht ganz einfach“, erklärt von Oppeln ihre Sorgen aus dem vergangenen Jahr, als eine Reise wegen der Pandemie nicht möglich war. Doch der diesjährige Besuch brachte die beruhigende Erkenntnis, dass alle Spenden ordnungsgemäß verbaut worden sind. Mit Geld aus Barmstedt hatte das engagierte Ehepaar zuvor bereits zehn pedalbetriebene Nähmaschinen für die Schneider-Klasse der Schule angeschafft und die Hauswirtschaftsabteilung mit einer Grundausstattung versorgt. Dazu zählt sogar eine kleine Gefriertruhe, die dank der kleinen Solaranlage auf dem Schuldach mit Strom versorgt werden kann. „Wir sind sehr dankbar für diese Co-Finanzierung“, sagt Bessel, „ohne dieses Geld wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Und die beiden haben weitere große Pläne, bei denen „Taten statt Worte“ sie unterstützen wird: Ein zweistöckiger Neubau soll dafür sorgen, dass die stetig wachsende Schülerzahl auch künftig genug Platz hat; vor allem die Computerabteilung, die regen Zulauf registriert. Auf über 50.000 Euro schätzt von Oppeln die Kosten. „Gemeinsam möchten wir diese Welt ein klein wenig gerechter machen, den Jugendlichen im Busch eine Perspektive im eigenen Land bieten und auf diese Weise auch Fluchtursachen bekämpfen.“

Der Verein „Taten statt Worte“ ist 1979 von Rainer Sanchez in Barmstedt gegründet worden. Seitdem wurde vielfache Hilfe in Afrika, Asien und Lateinamerika geleistet.

Spendenkonto „Taten statt Worte e.V.“ → IBAN: DE96 2305 1030 0113 1497 36

Homepage: www.taten-statt-worte.org